Kulturen und ihre Eigenheime

Posted by findur on September 24, 2011
Bau und Renovierung

Wer träumt nicht gerne schon von einem hübschen Eigenheim? Ohnehin ist Deutschland das Land der Eigenheime. Wie in kaum einer anderen Kultur ist der Wunsch nach einem eigenen Haus, einem eigenen Grund und Boden so stark und so sehnsüchtig wie in der deutschen. Diese Mentalität ist gewiss nicht grundlos entstanden und auch nicht ohne äußere Einflüsse über die Jahrhunderte so stark geworden. Den Wunsch danach, einmal „die Türe zu machen zu können“ und „man selbst zu sein“, den haben wohl alle Menschen dann und wann. Klimatisch gesehen, hatte und hat das Eigenheim in Deutschland sicherlich aber eine noch andere Bedeutung als nur das Seelenbaumelhäuschen zu sein. Die harten, strengen und oftmals sehr langen Winter haben die Deutschen und ihre Vorfahren früh gelehrt, wie wichtig es ist, vorzusorgen und sich gegen sämtliche Eventualitäten zu wappnen.

So war das eigene Haus nichts weniger als eine Überlebensgarantie. Hätte man keines besessen, so wäre man gewiss umgekommen. Sicherlich spielt dieser historisch-klimatische Umstand eine große Rolle bei der Frage, wie die deutsche, im Grunde aber die gesamte europäische Mentalität entstanden ist. Auch an der Qualität und am Sortiment heutzutage lässt sich durchaus erkennen, dass man es mit einer Kultur zu tun hat, die ein Haus oder eine eigene Wohnung zu schätzen weiß. Geschmackvolle Einrichtungen und , gut ausgestattete Küchen und Speise- oder Kellerräumlichkeiten zeugen davon. Andere Kulturen hingegen, interessanterweise gerade in wärmeren Gegenden wissen ihr Zuhause nicht zu einem Statussymbol aufzupeppen. Hier gilt karger Pragmatismus. In Südamerika haben viele Häuser noch nicht einmal einen „richtigen“ Fußboden. Die Bretterbuden werden einfach auf Lehm erbaut. Doch stört man sich daran nicht sonderlich – das Leben spielt sich, ganz im Gegensatz zum in die eigenen vier Wände gekehrten Europa samt und sonder im Freien ab. Hier speist, spielt und feiert man. Nur zum Schlafen, Kochen und für die Hygiene kehrt man „nach Hause“ zurück.

Erstellt durch findur

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